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FLASCHENPOST

Juni 2019

Oben111

 

 

In 18 Tagen sind wir zurück über den Atlantik zu den Azoren gesegelt.

Unsere Überfahrt in einem Bild pro Tag

Abfahrt in Marigot, Saint Martin: 

Sonntag, 12. Mai 2019, UTC 13:00

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TAG 1 – Montag, 13. Mai

Etmal (=Tagesleistung in 24 Std.) 144 Seemeilen

Eine Fahrt ins Blaue. Was erwartet uns in den nächsten 3 Wochen? 

Wir entschliessen uns, nach der Abfahrt in Marigot, die Insel Aquilla südlich zu passieren. Es gelingt! Fadengerade ziehen wir in einer Linie unter der Insel duch und lassen die letzten Felsen links liegen. Blaues Wasser und blaue Wolken begleiten uns in den ersten Abend. 

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TAG 2 – Dienstag, 14. Mai

Etmal 137 Seemeilen

Zehn Tage haben wir intensiv an unserer Anori gearbeitet um sie für die lange Fahrt vorzubereiten. Jede Leine, jeder Beschlag wurde kontrolliert und gewartet. Auf dem Atlantik gibt es keine Hilfe um die Ecke.

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TAG 3 – Mittwoch, 15. Mai

Etmal 129 Seemeilen

An den ersten Abenden versuchen wir ein letztes Mal den «Grünen Blitz» zu sehen. Eine Erscheinung die kurz nach dem Abtauchen der Sonnen bei wolkemfreiem Himmel zu sehen sei. Leider war der Himmel auf der ganzen Überfahrt kaum einmal wolkenfrei. Aber gerade deshalb waren die Sonnenauf- und untergänge sehr abwechslungsreich und schön.

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TAG 4 – Donnerstag, 16. Mai

Etmal 138 Seemeilen

Für die Langfahrt haben wir uns eine spezielle Koje im Salon eingerichtet. Kopf nahe beim Mast und mit der Möglichkeit sich bei Schräglage des Schiffes zu verkeilen.

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TAG 5 – Freitag, 17. Mai

Etmal 149 Seemeilen

Ein neuer Tag erwacht. Das langsame Erwachen des Tages haben wir in der Karibik ein wenig vermisst. Wir geniessen die Stimmungen in der Dämmerung.

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TAG 6 – Samstag, 18. Mai

Etmal 138 Seemeilen

Als Verstärkung holten wir uns Michel an Bord. Speziell beim Trimmen der Segel konnte er seine Erfahrungen ins Spiel bringen. Dank ihm konnten Maja und Hajot auf dieser Überfahrt viel mehr schlafen. Danke Michel für deine Begleitung.

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TAG 7 – Sonntag, 19. Mai

Etmal 88 Seemeilen

Jetzt sind wir schon eine Woche unterwegs. Nach den ersten Tagen hatten wir uns so an die hohen Etmals (Tagesleistungen in 24 Stunden) gewöhnt. Das schlechte Vorankommen am 7. Tag war etwas gewöhnungsbedürftig.

Ein erstes Mal intensiver Regen. Es lohnt sich die Plane zum Auffangen vom Wasser aufzuspannen.

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TAG 8 – Montag, 20. Mai

Etmal 62 Seemeilen

Nach Tagen sehen wir wieder einmal ein Segelschiff. Es überholt uns unter Motorsegeln.

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TAG 9 – Dienstag, 21. Mai

Etmal 77 Seemeilen

Sargassum Gras. In der Zwischenzeit wissen wir, wie das Gras auf den grün/gelben Feldern, die schon bei der ersten Überquerung an uns vorbei zogen, heisst.

Wikipedia

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TAG 10 – Mittwoch, 22. Mai

Etmal 79 Seemeilen

Beim Beobachten der Grasteppiche entdecken wir weitere sonderbare Teile. Das erste bestimmen wir als Haarspange, die jemand auf dem Atlantik verloren hat. Nachdem wir weitere zwanzig/dreissig erspäht haben, denken wir an einen chinesischen Kontainer, der von einem Frachter gefallen ist. Nach dem genauen Betrachten der Aufnahmen erkennen wir, dass die vermeintlichen Haarspangen eine Qualle sein könnte. Dank befreundeten Seglern erfahren wir später, dass es sich bei den 10 cm grossen segelnden Tierchen Portugisische Galeeren handelt.

Nur dank dem langsamen Vorankommen und dem flachen Wasser war es möglich dieses Bild zu schiessen. Spätere Versuche waren erfolglos. Zu schnelle Bewegungen von Schiff und Wasser.

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TAG 11 – Donnerstag, 23. Mai

Etmal 147 Seemeilen

Unsere «neue» Schwedenpfanne hat beim Brotbacken funktioniert. Wir haben dieses Teil in der Karibik gegen einen unserer alten PCs eingetauscht. Der Tausch PC gegen Brot ist speziell für Hajot ein sehr gelungenes Geschäft.

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TAG 12 – Freitag, 24. Mai

Etmal 165 Seemeilen

Nach der Nachtwache. Das Hellste an Hajot ist in diesem Moment die Stirnlampe.

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TAG 13 – Samstag, 25. Mai

Etmal 80 Seemeilen

Auch ein nächster Sonnenuntergang scheitert an den Wolken ;-)

Nachdem die Nacht sich über das ruhige Wasser legte und wir uns entschieden ohne Segel schlafen zu gehen, hörten wir, nahe bei der Anori, das Schnaufen eines Wales. Mächtig und beeindruckend.

Atlantik Ost – Himmelblau

TAG 14 – Sonntag, 26. Mai

Etmal 144 Seemeilen

Trotz Iridium (Satelitentelefon) Wetterberichten versuchen wir die Zeichen des Himmels zu deuten. Diese Wolken künden in etwa sechs Stunden starken Wind aus Süden an. Der Südwind ist gekommen. Auch mit kleinen Segeln kamen wir sehr schnell voran.

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TAG 15 – Montag, 27. Mai

Etmal 159 Seemeilen

Eine weitere wunderbare Stimmung.

Atlantik Ost – Die Yacht warten

TAG 16 – Dienstag, 28. Mai

Etmal 154 Seemeilen

Tägliche Kontrolle bis zum Schluss. Immer wieder verursacht die enorme Belastung des Materials kleine und mittlere Schäden die möglichst schnell behoben werden müssen. Siliconspray, Vaseline und Marinefett stehen sehr oft im Einsatz.

Atlantik Ost – Lichtstreifen

TAG 17 – Mittwoch, 29. Mai

Etmal 162 Seemeilen

Es geht schnell auf unser Ziel zu. Man kann beim Fotografieren die Kamera kaum ruhig halten ;-)

Atlantik Ost – Grau in grau

TAG 18 – Donnertstag, 30. Mai

Ankunft UTC 09:00

Total 2246 Seemeilen*

Wir Ankern in Lajes auf Flores. Flores ist die nordwestlichste Insel der Azoren.

Unsere beiden Überquerungen im Vergleich

 

2 Seemeilen Unterschied:

Mindelo, Kap Verde nach Grenada = 2244 SM

Marigot, Saint Martin nach Flores, Azoren = 2246 SM

 

5 Stunden Unterschied:

Mindelo, Kap Verde nach Grenada = Gesamtzeit 18 Tage 01 Stunde

Marigot, Saint Martin nach Flores, Azoren = Gesamtzeit 17 Tage 20 Stunden

 

Die Azoren empfangen uns mit kaltem, grauem, nassem Wetter. Nach fast einem Jahr mussten wir unsere langen Hosen wieder hervor holen.

Maja und Hajot

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· Maja Berger · Hajot Badertscher · Thun · Switzerland · Mail

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